Patente

Testbiotech fordert Stopp der Patentierung von Saatgut, Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln

Ein internationales Bündnis gegen Patente auf Saatgut, Pflanzen, landwirtschaftliche Nutztiere und Lebensmittel startet diese Woche weltweite Aktivitäten. Weit über 100 Organisationen aus vielen Teilen der Welt warnen gemeinsam vor den Gefahren einer zunehmenden Monopolisierung in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion.

Europäisches Patentamt erteilt Patent auf Verwendung menschlicher Eizellen

Das Europäische Patentamt hat im Juli 2009 der Schweizer Firma Merck Serono ein Patent zur Reifung menschlicher Eizellen erteilt, das auch deren Verwendung im Rahmen der künstlichen Befruchtung umfasst. So wie das Patent erteilt wurde, hat die Firma Merck Serono nicht nur ein Monopol auf das Verfahren zur Reifung der Eizellen, sondern auch ein exklusives Verwendungsrecht über die Eizellen.

Internationales Bündnis aus Landwirten und Verbänden warnt vor „Monsantosierung“

In einer Pressemeldung vom 21. Oktober 2009 warnt die internationale Koalition Keine Patente auf Saatgut vor einer zunehmenden Monopilsierung von Pflanzen, Tieren, Saatgut und Lebensmitteln. Ähnlich äußerte der UN Berichterstatter für das Recht auf Nahrung Oliver de Schutter, dass Patente auf Saatgut die internationalen Lebensmittelkrisen verschärfen könne.
Experten von Testbiotech e.V. sind auch an der Arbeit von „Keine Patente auf Saatgut“ beteiligt: Dr. Ruth Tippe recherchiert Europäische Patentanmeldungen und ist Sprecherin der Initiative „Kein Patent auf Leben!“. Dr. Christoph Then ist an der Koordination des internationalen Bündnisses beteiligt und arbeitet als eine Art Spezialbeauftragter für Greenpeace zu diesem Thema. „Kein Patent auf Leben!“ und Greenpeace gehören zu den Gründungsorganisationen von „Keine Patente auf Saatgut“. Ruth Tippe und Christoph Then verfassten auch den Hintergrundbericht Die Zukunft von Saatgut und Lebensmitteln, der 2009 vom Bündnis herausgegeben wurde.

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