Testbiotech warnt vor Einsatz synthetischer Algen

Umweltrisiken künstlicher Organismen nicht kontrollierbar

16. September 2010
München

Zur Herstellung neuer Kraftsstoffe, sogenannter „SynthiFuels“ werden künstliche Organismen hergestellt, um eine höhere Energieausbeute zu erzielen. Der heute von Testbiotech veröffentlichte Bericht über die Synthetische Biologie setzt sich mit der Frage auseinander, welche wirtschaftlichen Interessen hinter der Entwicklung von SynthiFuels stehen und wie den Gefahren durch die Veränderung des Erbgut mit synthetischen Genen zu begegnen ist.

Aufruf zum Schutz der Umwelt vor Synthetischen Organismen

Im Rahmen der 'Synthetischen Biologie' wird daran gearbeitet, vollständig künstliche Lebensformen zu schaffen. Die
geplanten Einsatzmöglichkeiten reichen von der Medizin, der Herstellung von Biowaffen bis zur Landwirtschaft und
Energieerzeugung. Wissenschaftler warnen, es könnten hier neue Krankheitserreger und künstliche Mikroben entstehen,
die Ökosysteme zum Kippen bringen können.

Hier online den Aufruf unterzeichnen.

Forscher finden Gene aus transgenen Pflanzen in Milch und Tierorganen

Futtermittel hinterlassen Spuren in Ziegen, Fischen und Schweinen

19. August 2010
München

Wie eine aktuelle Recherche von Testbiotech zeigt, werden immer häufiger Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Pflanzen in tierischen Produkten gefunden. Wissenschaftler aus Italien berichteten im April 2010, dass Gene von gentechnisch veränderter Soja in der Milch von Ziegen aufgespürt wurden. Es wird angenommen, dass diese Gen-Abschnitte aus den Verdauungsorganen über das Blut in Euter und in die Milch gelangten. Auch in den Zicklein, die mit der Milch dieser Ziegen gefüttert wurden, fanden sich die Gen-Fragmente. Nicht nur diese Untersuchungen zeigen, dass sich Gen-Abschnitte aus gentechnisch veränderten Futterpflanzen in tierischem Gewebe nachweisen lassen. Bereits vor einigen Jahren wurde über entsprechende Funde bei Schweinen berichtet. In jüngerer Zeit gelang auch der Nachweis bei verschiedenen Fischarten wie Forellen und Tilapia. Dort fanden sich die Gen-Abschnitte aus dem gentechnisch veränderten Futter in fast allen inneren Organen.

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