Laborfutter für Nagetiere mit Giftstoffen und Gentechnik-Pflanzen belastet

Wissenschaftler aus Frankreich untersuchten 13 Proben aus neun Ländern

3. Juli 2015 / Bei einer Stichprobenuntersuchung von Futtermitteln für Labortiere wie Ratten und Mäuse fand ein Team um den französischen Wissenschaftler Gilles-Eric Séralini eine breite Palette von Giftstoffen, darunter Rückstände von Pestiziden, Schwermetalle und PCBs. Die Rückstände wurden in Futter festgestellt, das üblicherweise zur Aufzucht der Tiere oder zur Ernährung von Kontrollgruppen im Rahmen toxikologischer Untersuchungen u.a. verwendet wird. Die Werte lagen zum Teil über relevanten Grenzwerten und können in ihrer Summe als gesundheitliches Risiko angesehen werden.

Beschwerde gegen EU-Importzulassungen von Gentechnik-Pflanzen

Betroffen sind herbizidresistenter Raps und Soja mit verändertem Ölgehalt

Mittwoch, 1. July 2015

Mehrere Organisationen verlangen von der EU-Kommission eine Überprüfung der Zulassungen gentechnisch veränderter Pflanzen, die Ende März 2015 für den Import und die Verwendung in Lebens- und Futtermitteln erteilt wurden. Betroffen sind ein gentechnisch veränderter Raps von Monsanto, der gegen das Herbizid Glyphosat resistent gemacht wurde (MON88302), sowie mehrere Varianten gentechnisch veränderter Sojabohnen von Monsanto und DuPont, deren Ölzusammensetzung verändert wurde (MON87769, MON87705 und DP305423). Grundlage der Beschwerde ist die EU-Verordnung 1367/2006.

EU-Kommission untersagt unkontrollierte Freisetzung von Gentechnik-Raps der Firma CIBUS

Brief aus Brüssel weist BVL in die Schranken

Freitag, 26. June 2015

Die EU-Kommission stellt in einem aktuellen Schreiben an die Behörden der EU-Mitgliedsstaaten klar, dass ein umstrittener Bescheid des Bundesamtes für Verbraucher­schutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zum Gentechnik-Raps der US-Firma Cibus nicht umgesetzt werden darf. Noch im Februar hatte das BVL der Firma Cibus versichert, dass ihr Raps nicht dem Gentechnikgesetz unterliege und daher ab sofort ohne Genehmi­gungs­verfahren und ohne Kennzeichnung freigesetzt werden dürfe. Der Raps wurde mithilfe sogenannter Oligonukleotide, kurzer synthetischer DNA-Sequenzen, genetisch verändert.

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